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05.11. - Elevate 08 / Mi - Dom im Berg - Graz

– Das Schlossbergfestival Graz / 05 – 09112008

Dom im Berg
Presented by
Eröffnung: 20:00 Uhr
Commons – Einführung: (commonsblog.de/ DE)
Eröffnungsrede: (Alternativer Nobelpreis 2007/ CA)
Musik ab 21:30 Uhr:
live (Gargarin Records, A-Musik / DE)
live (ATP Recordings / UK)
live (AT)
live (luv / AT)
(Infiné, Houseverbot / AT)
Visuals: (backlab / AT)
Eintritt FREI!
Last edited by elevate.at on 08-10-2008 at - 18:32
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08-10-2008 - 14:09 |
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Der Avantgardist unter den globalen Superstar DJs ist zweifellos New Yorks DJ Spooky. Paul D. Miller, wie er mit bürgerlichem Namen heißt, begann Ende der Achtziger Jahre als Mixtape-Verkäufer auf New Yorks Straßen, nachdem er 1987 von Washington D.C. nach New York gegangen war, um ein berühmter DJ zu werden. Es folgten 16, mit allen Preisen und Auszeichnungen bedachte Platten, die als Gäste so unterschiedliche Künstler wie Yoko Ono, Sonic Youth, Slayers Dave Lombardo oder Chuck D. (Public Enemy) versammelten, um Teil seines sphärischen Rythmus-Rauschs zu werden, der ihn so eigen macht. Berühmt wurden auch zahlreiche Film-Soundtracks von Spooky, darunter der 1998 in Cannes preisgekrönte Spielfilm „SLAM!“ mit Saul Williams. Seine ganz eigene hip-Hop-Mixtur aus Drum & Bass, Dub und avantgardistischen Hip-Hop-Elementen berauschte das tanzhungrige Publikum auf den Parties der Filmfestspiele von Cannes, der Biennale von Venedig oder zahlreichen Parties für Hollywoods Film-Glamour-Welt. DJ Spooky ist ein Meister der wuchtigen tanzbaren Flächen, aber auch der atmosphärischen Scratches und Cuts, vor allem aber ein DJ der perfekten Inszenierung seiner selbst. Legendär sind seine Hip Hop Remixes von Nick Cave und Metallica. Jüngst widmete er sich dem Remix berühmter jamaikanischer Raggae-& Dancehall-Klassiker des Kult-Labels Trojan Records, denen er auf seinem neusten Album „Creation Rebel” ein futuristisches Gewand der Marke Spooky schneiderte. 2004 erschien seine Autobiografie „Rhythm Science”. Im März 2008 folgte mit „Unbound” ein philosophisches Buch über Sampling- und Mixing-Kultur. Besonders ausgeprägt ist DJ Spookys Liebe zur Literatur, deren Versatzstücke er gern und oft in seine Mixes einbaut, darunter Gedichte von Getrude Stein, Tristan Tzara, Kurt Schwitters oder Saul Williams. DJ Spooky lebt in New York.

Sprache: Englisch; Dauer: 2h
Anschliessend: A/V Performance Dauer: 2h

Sprache: Englisch; Dauer: 1,5h
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16-10-2008 - 13:51 |
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(ATP Recordings / UK)
Im Winter des Jahres 2004 gründeten Andrew Hung und Benjamin John Power in Bristol die Fuck Buttons. Ursprünglich sollte die Gruppe ein Ventil für ihre nihilistischen Noise-Tendenzen sein, doch schnell erkannten die zwei Fuck Buttons, dass man sich die Verwendung von Noise als Werkzeug zunutze machen kann, um etwas Bestimmtes hervorzurufen. Nicht länger voller Angst vor Melodie oder Rhythmus begann die Gruppe, all diese Elemente zu verschmelzen bis zu dem Punkt, an dem Dröhnen zur Melodie wird und Melodie zum Rhythmus. Hung und Power forcieren keine Struktur, wo keine ist, sondern sie versuchen zu entdecken, welche Struktur natürlich entstehen könnte. Die Musik der Fuck Buttons ist ein ständiges Aufsteigen, aber ohne Höhepunkt. Um es positiver auszudrücken – Ihre Musik hat nichts von der Zurückweisung und Ablehnung, die Noise normalerweise als musikalische Form mit sich bringt. Sie ist mehr wie ein Lächeln als wie ein Knurren. Mit ihren Live-Auftritten bestätigen die Fuck Buttons die Meinung, dass sie ständig versuchen, eine Art Transzendenz zwischen Hörer und Universum zu schaffen. Weiters kann man sagen, dass sie die Psyche des Hörers gleich einem Grollen eines Erdbebens erschüttern. Tribal Beats und zarte, schöne Melodien binden sich in Technicolor drone-scapes ein, während predigende, verzerrte Vocals um Hoffnung schreien ...
Die Band bekam in diesem Jahr unglaublich viel Anerkennung für ihr Album „Street Horrrsing” und tourte ausgiebig in England sowie in den USA und trat auf zahlreichen Festivals auf – wie dem ATP vs. Pitchfork, Summer Sundae, Primavera Sound, Green Man, Lowlands, Roskilde, Supersonic und dem Pukkelpop. Im Moment sind sie kurz davor eine große Tournee als Support von Mogwai durch England und die USA anzutreten, und sie spielen als Headliner auch in Japan.
Wann / Wo? >>> 05. November / Dom im Berg
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20-10-2008 - 23:54 |
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Der 77-jährige Percy Schmeiser ist als Farmer und Saatgutzüchter in Bruno, in der kanadischen Provinz Saskatchewan, tätig.
Als 1997 auf seinen Rapsfeldern gentechnisch veränderte, vom mächtigen Agrochemie-Multi Monsanto patentierte Pflanzen gefunden wurden, sah er sich mit derselben Droh- und Erpressungstaktik konfrontiert, die der Konzern weltweit tausendfach praktiziert: Ihm wurde ein Vergleich angeboten, der beinhaltet, dass Monsanto von Schadenersatzforderungen absehen wolle, wenn er in Zukunft dessen gentechnisch verändertes Saatgut kaufe und für immer darauf verzichte, jemals seinerseits Schadenersatzansprüche zu stellen oder über diesen Deal öffentlich zu sprechen. Akzeptiere er nicht, würde er wegen der angeblichen Patentverletzung verklagt.
Viele Bauern und Bäuerinnen lassen sich von derartigen Drohungen verständlicherweise einschüchtern. Nicht so Percy Schmeiser. Er wollte weder das untaugliche gentechnisch veränderte Saatgut, noch sah er ein, weshalb er Monsanto gegenüber schadenersatzpflichtig sein sollte. Immerhin hatte doch das Saatgut des Konzerns seine Ernte kontaminiert und damit seine jahrzehntelange Zuchtarbeit zerstört. Monsanto sei also umgekehrt ihm gegenüber schadenersatzpflichtig. Schmeiser entschied sich also dafür, zu kämpfen. Es folgten mehrere langjährige Gerichtsprozesse.
Als bahnbrechendes Resultat des letzten Rechtsstreits akzeptierte Monsanto 2008, eine Stunde vor der auf den 19. März terminierten Gerichtsverhandlung, sämtliche Forderungen Schmeisers und erklärte sich für die Kontamination seiner Felder verantwortlich. Der Konzern bezahlt nun nicht nur den von ihm verursachten Schaden, sondern nimmt auch hin, dass Schmeiser über die genauen Hintergründe öffentlich berichtet und Stellung bezieht. Das Eingeständnis Monsantos, als Eigentümer des Patentes auf transgene Pflanzen auch für die Kontamination benachbarter Felder verantwortlich zu sein, ebnet betroffenen Bauern und Bäuerinnen nun weltweit den Weg für Schadensersatzforderungen.
Percy Schmeiser, der mittlerweile international als Symbolfigur und Sprecher im Kampf unabhängiger Landwirte um ihre Rechte und für die Erhaltung der biologischen Vielfalt bekannt ist, hat einen immens wichtigen Sieg errungen. 2007 wurde er gemeinsam mit seiner Frau mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet.

Eröffnungsrede - Sprache: Englisch (mit Simultandolmetsch auf Deutsch); Dauer: 30min

Eingangsstatement zur Diskussion: "Genetische und biologische Commons unter Privatisierungsdruck: Biopiraterie, Gentechnik, Ernährungskrise und Gegenstrategien."
Sprache: Deutsch/Englisch; Dauer: 2h

Podiumsdiskussion: "Reclaiming the Commons"
Sprache: Englisch; Dauer: 2h
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27-10-2008 - 12:24 |
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Clara Moto begann 2004 als DJ und ist seit 2005 als Produzentin und Liveact tätig. Nach einer Kindheit, die vor allem durch klassische Musik geprägt war, ist sie heute eines der neuen Gesichter der österreichischen Elektronikszene und hat bereits vor Jahren mit Freunden das Label Houseverbot gegründet und die angesehene Partyreihe Birds in der Grazer Postgarage veranstaltet. Entdeckt bei Sonar 2007 und beim Montreaux Jazz Festival 2007, kultiviert Clara in ihren DJ- und Livesets eine ungewöhnliche Eleganz am Rande zwischen Minimal, Microhouse und Electronica (auch in Zusammenarbeit mit dem Produzentenduo SOUNDSILO). Im November 2007 wurde ihre erste EP „Glove Affair” auf dem französischen Label Infiné veröffentlicht, welcher nun im September 2008 EP „Silently” folgt, und zusätzlich dazu hat sie auf Manual Music einen Remix für Petter herausgebracht.
Wann / Wo? >>> 05. November / Dom im Berg

(AT)

Zurückhaltend nachdenkliche Spinnereien rund um das fragile Innenleben einer mitteleuropäischen Durchschnittsentität, da, wo die Betonblumen blühen und die Sonne ihre Trabanten frisst, da, wo Kaiser und Hofnarr eigentlich derselbe sind. Geschichten voller Ironie, Hoffnung und Enttäuschung, voller Allegorien, süßlicher Verbohrtheit und auch etwas Botanik, Hauptrolle und Bösewicht zugleich ist die liebe Liebe, die hier in jeder ihrer Facetten zärtlich von dem Mädchen Mimu und ihren Verbündeten zu Grabe getragen wird. Das Projekt „Mimu“ entstand in dieser Konstellation im Frühjahr 2008, umfasst drei Agenten, die sich interdimensionär mit Visuals, Soundinkubation und Songwriting beschäftigen, die Musik lässt sich als zarter, konzeptlastiger, kniehoher Elektronikpop mit teils exprimentellen, teils altmodischen Ansätzen beschreiben – Stimme getragen von sanften wummernden Orgeln und schrulligen Beats, die, synthetischen Regentropfen gleich, aufs melancholische Haupt darniederprasseln.
Wann / Wo? >>> 05. November / Dom im Berg
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03-11-2008 - 14:15 |
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(DE)

Felix Kubin lebt und arbeitet entgegen der Schwerkraft. Schon im zarten Alter von acht Jahren erlernte er Orgel, Klavier und Glockenspiel und produzierte kurze Zeit später seine ersten Stücke elektronische Musik, die viele Jahre danach auf Labels wie Dat Politics´ oder A-Musik veröffentlicht wurden. Seine künstlerischen Aktivitäten scheinen beinahe unbegrenzt – So macht er futuristischen Pop, Kammermusik, Performance-Projekte, Vorlesungen, Workshops, und zusätzlich managt er sein 1998 gegründetes Label Gagarin Records. Diese Vielfalt spiegelt sich auch in einigen Projekten wider, deren Teil Kubin war, wie in dem Ensemble Integrales, dem Noise Projekt Klangkrieg, der kommunistischen Gesangsgruppe Liedertafel Margot Honecker oder der Teenage Band Die Egozentrischen 2. Der selbsternannte „messenger of exploding lungs“ veröffentlichte nicht nur Vinyl und CDs, sondern auch Filme, Bücher und Magazine zählen zu seinem künstlerischen Output. Seit der Veröffentlichung seines ersten Soloalbums „Filmmusik“ bespielt er regelmäßig große Festivals für elektronische Musik - wie Sonar, Mutek oder die Ars Electronica.
Wann / Wo? >>> 05. November / Dom im Berg
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04-11-2008 - 15:23 |
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Alternativer Nobelpreisträger Percy Schmeiser im Gespräch
Der Kanadier Percy Schmeiser wird das Grazer Elevate Festival 2008 eröffnen. Für seinen Widerstand gegen den Biochemie-Konzern Monsanto wurde er, gemeinsam mit seiner Frau, 2007 mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet. Im Gespräch erzählt er wie er den Gewinn des Nobelpreises aufgenommen hat und wie sich sein Leben dadurch verändert hat.
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05-11-2008 - 12:43 |
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| The time is now - 22:40 (CET) |
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